Wie steht es um die Pläne rund um den Umbau des AD Funkturm?

Foto: Kiezbündnis Klausenerplatz e.V.

Wie steht es um die Pläne rund um den Umbau des AD Funkturm?
Unser Bezirk steht kurz vor dem Baubeginn des größten Infrastrukturprojekts
des kommenden Jahrzehnts. Mit dem Umbau des baufälligen
Autobahndreiecks Funkturm, das inzwischen über 60 Jahre alt ist, und
der Sanierung angrenzender Teilabschnitte und Brücken der A100 stehen
umfangreiche Arbeiten an einem der meistbefahrenen Autobahnteilstücke
Deutschlands an.

Am 9. Dezember 2020 haben wir als Koalition im Konsens mit der CDU
und FDP einen umfangreichen Antrag beschlossen, der die vielen wichtigen
Impulse aus Zivilgesellschaft, Partei, BVV und Anwohner*innen
aufgreift und zu zehn Forderungen unter dem Titel „Autobahndreieck
Funkturm stadtverträglich gestalten“ beinhaltet, an welche die weitere
Planung geknüpft werden muss. Darunter ist auch die Beibehaltung
der jetzigen Ausfahrt Messedamm im Bereich Halenseestraße. Die Beibehaltung dieser
Anschlussstelle ist insbesondere für Anwohner*innen entlang der Knobelsdorffstraße
und damit den Kiezen Klausenerplatz und Westend sehr wichtig, denn ein Wegfall
würde zu einer Mehrbelastung der Anschlussstelle Knobelsdorffstraße führen. Die reale
Befürchtung vieler Anwohner*innen, die auch ich geteilt habe, war, dass es insbesondere
zu Stoßzeiten zu langen Staus entlang der Knobelsdorffstraße kommen wird. Den
Verkehr aus den Kiezen rauszuhalten, ist gerade uns als SPD wichtig.

Vorgesehen ist auch, dass der Bezirk bei der Umsetzung eines Verkehrskonzeptes zum
Schutz der Wohngebiete Klausenerplatz-Kiez und Westend vom Land Berlin unterstützt
wird. Außerdem wird ein Verzicht auf den sechsspurigen Ausbau der AVUS gefordert.
Darüber hinaus fordert der Antrag die grüne Verkehrssenatorin auf, endlich den seit
bald zwei Jahren vom Abgeordnetenhaus geforderten Masterplan vorzulegen. Bisher
warten nicht nur wir Parlamentarier darauf vergeblich, sondern auch alle betroffenen
Anlieger*innen wie Gewerbetreibende am Kaiserdamm oder im Kiez, das Kiezbündnis
Klausenerplatz, die Anwohnerinitative Westend, große Anlieger*innen wie die Messe
Berlin oder der ZOB und selbstverständlich auch unsere BVV und Bezirksamt hier in CW.
Danken möchte ich allen, die sich für die stadtverträgliche Variante stark gemacht
haben, wie unser Bezirskbürgermeister Reinhard Naumann, viele Bezirksverordnete der
SPD-Fraktion, dem Fachausschuss Verkehr und engagierte Genoss*innen aus den SPD-Abteilungen
Westend-Klausenerplatz, Rund um den Lietzensee, Neu-Westend, Kurfürstendamm
und Halensee. Ziel der weiteren politischen Arbeit muss die Überwachung
der Umsetzung der Forderungen sein ebenso wie die Entwicklung von Konzepten, wie
die angrenzenden Kieze während der Bauphasen vor Lärm und Stau geschützt werden
können. Ende des Quartals erhalten wir auch die Machbarkeitsstudie zur Deckelung der
A100, die so viele Genoss*innen aus unserem Kreis fordern.

Den Antrag im Wortlaut findet Ihr unter folgendem Link ab Seite 6:
https://www.parlament-berlin.de/ados/18/StadtWohn/protokoll/sw18-064-bp.pdf

 

Auf der Demo „Für eine stadtverträgliche A100“, Foto: Kiezbündnis Klausenerplatz eV

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